3. Klasse: Phycomycetes (Algenpilze)
Sie tragen diesen Namen, weil sie z.T. noch grosse Ähnlichkeit mit Algen haben. Sie werden daher auch als
„blattgrünfreie Algen“ bezeichnet. Im Gegensatz zu den Schleim- und Urpilzen hat diese
Pilzklasse Zellwände, vorwiegend aus Zellulose, seltener aus Chitin. Die niedersten Arten bestehen nur aus einer einzigen einkernigen Zelle, während
höhere Vertreter schon ein Mycel (Hyphen- oder Pilzfadengeflecht) aufweisen, wobei aber dieses stark verzweigte Mycel nach wie vor aus nur einer Zelle
besteht, die aber zahlreiche Kerne aufweisen kann. Diese Hyphen sind also nicht querwandig unterteilt (septiert / Septum = Querwand). In ihrem Aufbau
(morphologisch) kann man bei den höchstentwickelten Vertretern getrennte, einfachste Organe erkennen, ein vegetatives, der Ernährung dienendes System und
separate Fortpflanzungsorgane.
Vereinzelt treten auch Fruchtkörper auf und bereits speziell ausgebildete sporentragende Schichten
(Hymenien). Die Fortpflanzung erfolgt teils ungeschlechtlich (asexuell), was der Erhaltung der Art und der Artmerkmale dient.
Asexuell sich fortpflanzende Fruchtkörper werden als Nebenfruchtformen, sexuell sich fortpflanzende als Hauptfruchtformen bezeichnet.
Beispiele der Phycomyceten: Kartoffelfäule (Phytophthora infestans), Weissrost (Puccinia horiana),
Strahlenpilz auf Helmlingen (Spinellus fusiger) und am bekanntesten der Köpfchenschimmel (Mucor).